Einlagen und Polster

Um eine stossdämpfende Wirkung zu erreichen, oder eine orthopädische Maßnahme durchzuführen, kann man die Eisen- oder Alubeschläge mit Einlagen kombinieren. Dies hat den Effekt, dass einige Nachteile der Metallbeschläge abgemildert werden. Ferner ist es auch möglich, Einlagen gegen das Aufstollen von Schnee zu verwenden. Einige Einlagen können das Abnutzen der Trachten deutlich vermindern. Leider ist die stoßdämpfende Wirkung trotzdem geringer, als bei Beschlägen mit einer Bodenfläche aus Polyurethan. Oft werden die Einlagen unter dem Gewicht des Pferdes mit der Zeit derart komprimiert, dass ihre Fähigkeit sich wieder auszudehnen verloren geht .

Durch Einlagen wird die Gesamtdicke des Beschlages oft deutlich erhöht, abhängig also von der Dicke des Beschlages und der Dicke der Einlage. Somit werden längere und dickere Hufnägel verwendet. Die Folge ist, bedingt durch die über das Eisen herausstehenden Nagelköpfe, dass ein großer Teil der Vibration an der dämpfenden Platte vorbei zum Huf
weitergeleitet werden.
Werden Einlegesohlen mit Polstern kombiniert und füllt die Polsterung bis zur Bodenfläche des Eisens aus, kann die stoßdämpfende Wirkung deutlich erhöht werden. Strahl und Sohle werden mit zum Tragen herangezogen. Die horizontale Hufkapselbewegung sowie das Abflachen der Sohle wird dadurch zwar deutlich vermindert, aber der Bereich der Hufrolle kann damit deutlich entlastet werden.

Bei diesen geschlossenen Systemen ist besonders auf Stallhygiene und kurze
Beschlagsintervalle zu achten, da dies ein besonders guter Nährboden für Bakterien und Pilze werden kann. Ein fauliger Strahl bildet sich zurück und der tragfähige, kräftige Strahl wird so nie erreicht werden. Lang wirksame Desinfektionsmittel, direkt nach dem Ausschneiden kann diese Gefahr verringern. Ein weiteres Problem ist eine zu schwere Eisen-, Einlagen-, Polster- kombination, daher sollte unbedingt auf geringes Gewicht geachtet werden.
Auch auf die Qualität der Produkte sollte man unbedingt achten. Nach der Beschlagsperiode sollte man die Tragefläche der verwendeten Sohlen oder Einlagen begutachten, es sollten sich keine Scheuerrillen gebildet haben. Keile oder keilförmige Sohlen sollten mindestens bis zur Zehenrichtung des Beschlages reichen. Besser ist die Bedeckung des ganzen Tragerandes. Bei nicht erreichen einer gleichmäßigen Hornkapselbelastung ist mit erheblichen Spannungsunterschieden zu rechnen, welche Spalten und Risse hervorrufen können. Auch auf das Gewicht des Sandwich-Beschlag sollte man achten, denn je schwerer das Beschlagpaket sich gestaltet um so öfter darf mit dessen Verlust gerechnet werden. Bei Keilen und Keilsohlen, sollte trotzdem auf die Zehenachse geachtet werden.

Die Vielfältigkeit der angebotenen Produkte und ihre Hersteller würden einen ganzen Katalog füllen. Hier nur eine kleine Aufzählung der Hersteller:
5S Euine, AS, Carree, Castle, Erkodent, Häden, Poly Hoof, PP Plast, Strömsholm, Supracor, Thera flex, Diamond, Double S, Easy Care, Thoro` Bred, True Flite, Unicorn, Wara, Luwex; Dallmer, Marathon, Mustad, Ibex und andere.

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